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Krisenszenarien

Sturmverhalten: Was bei Sturm und Orkan zu tun ist

Notfallausrüstung bei Sturm und Orkan: Taschenlampe, Radio, Powerbank und Wasser in einer Wohnung
Notfallausrüstung für Sturm und Orkan: Diese Gegenstände helfen bei der Vorbereitung auf extreme Wetterlagen.

Sturmverhalten meint die klaren Schritte vor, während und nach einem Sturm oder Orkan. Wer Warnungen ernst nimmt, lose Gegenstände sichert, Fenster und Rollläden schließt, Aufenthalte im Freien meidet und nach dem Unwetter Gefahrenstellen prüft, schützt Menschen, Haus, Wohnung und Garten wirksam.

Sturmverhalten ist das richtige Handeln vor, während und nach einem Sturm oder Orkan, um Menschen, Gebäude und Ausrüstung zu schützen.

Mehr Orientierung zur Einordnung von Warnlagen bietet die Rubrik Unwetter richtig. Wer Sturmverhalten versteht, reagiert nicht erst bei Windböen, sondern bei der ersten Unwetterwarnung mit klaren Schritten.

Was ist bei Sturm und Orkan das richtige Verhalten?

Das richtige Verhalten bei Sturm und Orkan beginnt mit einer Warnung, setzt bei der Sicherung von Haus und Garten an und endet erst mit der Kontrolle nach dem Unwetter. Ziel ist, Menschen nicht in den Wind zu schicken, lose Gegenstände zu sichern und Gefahrenstellen früh zu erkennen.

Eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist die wichtigste Orientierung. Die Warnstufen reichen bei Gewitter, Sturm und Orkan je nach Lage von Vorabinformationen bis zu amtlichen Warnungen vor extremen Unwettern. Eine einzelne starke Böe ist kein Anlass für Panik, wohl aber für konsequentes Handeln.

Zum Sturmverhalten gehört zuerst ein Notfallplan. Der Notfallplan legt fest, wer wen informiert, wo sich alle aufhalten und welche Dinge bei einer schnellen Abreise mitgenommen werden. Familien profitieren besonders von klaren Absprachen; ein passender Einstieg ist der Artikel Notfallplan für Kinder: So planen Familien Notfälle richtig.

Wichtige Grundregeln sind einfach: Fenster schließen, Rollläden herunterlassen, lose Gegenstände sichern und Aufenthalte unter Bäumen vermeiden. Sturm und Orkan verursachen häufig Schäden durch herabfallende Äste, umstürzende Gegenstände und umherfliegende Teile. Das betrifft besonders Gärten, Balkone, Terrassen und Zufahrten.

Fakten, die im Sturmverhalten eine Rolle spielen, sind eindeutig: Orkan bedeutet nach der Beaufortskala Windstärke 12, also mindestens 118 Kilometer pro Stunde. Bereits ab Windstärke 8 spricht der Deutsche Wetterdienst von einem Sturm. Solche Werte reichen aus, um Gegenstände zu lösen und Menschen aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Wie bereitet man Haus, Wohnung und Garten auf einen Sturm vor?

Haus, Wohnung und Garten sollten vor einem Sturm aktiv gesichert werden. Entscheidend sind geschlossene Fenster, verriegelte Rollläden, aufgeräumte Außenflächen und das Verstauen loser Gegenstände. Diese Vorbereitung verhindert typische Schäden durch Wind, Wasser und herabfallende Teile.

Im Haus und in der Wohnung gilt: Fenster und Dachfenster schließen, Türen sichern und Rollläden herunterlassen. Rollläden schützen nicht vor allen Schäden, reduzieren aber das Risiko durch splitterndes Glas und eindringenden Winddruck. Kippfenster bleiben bei Sturm geschlossen, weil sie zu Bruch und zu gefährlichem Zugluftschaden führen können.

Im Garten sind lose Gegenstände die häufigste Schwachstelle. Gartenmöbel, Blumentöpfe, Sonnenschirme, Mülltonnen, Fahrräder, Werkzeuge und Grillzubehör müssen in einen geschützten Bereich. Leichte Teile fliegen bei Sturm über Zäune und werden zu Gefahrenstellen für Nachbarn und Verkehr.

Bäume brauchen ebenfalls Aufmerksamkeit. Tote Äste, lose Kronenteile und bereits schräg stehende Bäume erhöhen das Risiko bei Sturm und Orkan. Wer einen klar erkennbaren Schaden am Baum sieht, meidet den Bereich und informiert bei Bedarf den Grundstückseigentümer oder die Gemeinde.

Zur Krisenvorsorge gehört außerdem ein Blick auf Stromausfall und Ersatz. Eine Taschenlampe, volle Akkus, ein geladenes Mobiltelefon und eine einfache Kommunikationslösung gehören in Reichweite. Wer zusätzlich Wasser, Medikamente und eine kleine Notfallausrüstung bereithält, bleibt bei längeren Ausfällen handlungsfähig.

Eine einfache Checkliste vor dem Sturm lautet:

  • Warnung und Unwetterwarnung prüfen
  • Fenster und Dachfenster schließen
  • Rollläden herunterlassen
  • Lose Gegenstände im Garten sichern
  • Bäume und Sicht auf Gefahrenstellen prüfen
  • Notfallplan mit der Familie abstimmen

Wie verhält man sich während eines Sturms im Freien und im Gebäude?

Während eines Sturms gilt: draußen nicht unnötig bleiben, drinnen Abstand zu Fenstern halten und Anweisungen von Warnungen befolgen. Im Freien schützen keine schnellen Richtungswechsel, sondern konsequentes Suchen eines sicheren Ortes ohne Bäume, Gerüste oder lose Teile.

Im Freien sind Parks, Waldwege, Baustellen, Uferbereiche und offene Flächen besonders riskant. Umstürzende Bäume, abbrechende Äste und umherfliegende Gegenstände treffen Menschen oft ohne Vorwarnung. Wer Sturm oder Orkan erkennt, sucht sofort ein festes Gebäude auf.

Im Gebäude bleiben Fenster, Balkontüren und Dachfenster geschlossen. Menschen halten sich möglichst in Innenräumen auf, die nicht direkt an Glasflächen liegen. Keller sind bei Starkregen zusätzlich problematisch, weil dort Wasser eindringen kann. Bei Gewitter im Zusammenhang mit Sturm gelten die üblichen Abstände zu leitenden Teilen und Wasserleitungen.

Ein Stromausfall gehört zu den typischen Begleiterscheinungen von Sturm und Orkan. Kerzen sind nur mit Vorsicht geeignet, weil offenes Feuer bei hektischen Bewegungen zusätzliche Risiken schafft. Besser sind batteriebetriebene oder akkubetriebene Lichtquellen. Mobile Geräte sollten sparsam genutzt werden, wenn die Stromversorgung unsicher ist.

Auch im Gebäude bleibt Kommunikation wichtig. Familien sollten vereinbaren, wer im Haus bleibt, wer ältere Menschen informiert und wer nach draußen geht. Ein fester Notfallplan verhindert Fehlentscheidungen, wenn die Lage laut, dunkel oder unübersichtlich wird.

Situation Richtiges Verhalten Wichtiges Risiko
Freies Gelände Sofort ins feste Gebäude Umherfliegende Teile
Wohnung Fenster schließen, Abstand zu Glas Splitter und Zugluft
Haus mit Garten Lose Gegenstände sichern Projektile durch Wind
Bei Stromausfall Lichtquelle bereithalten Dunkelheit und Fehltritte

Was sollte man nach dem Sturm auf Schäden und Gefahren prüfen?

Nach dem Sturm zählen Vorsicht und eine systematische Kontrolle. Zuerst werden Gefahrenstellen geprüft, dann Schäden an Haus, Wohnung und Garten. Wer vorschnell hinausgeht, riskiert Verletzungen durch lose Teile, beschädigte Leitungen oder instabile Bäume.

Im Außenbereich sind herabgefallene Äste, lose Dachziegel, beschädigte Zäune und umgestürzte Bäume die wichtigsten Gefahrenstellen. Der Bereich um sichtbare Schäden bleibt zuerst gesperrt. Wer Stromleitungen, Gasgeruch oder Funken sieht, verlässt den Bereich und informiert den zuständigen Notdienst.

Im Haus und in der Wohnung prüft man Fenster, Rollläden, Türen und sichtbare Wasserschäden. Eindringendes Wasser kann Fußböden, Steckdosen und Technik beschädigen. Bei Feuchtigkeit an elektrischen Anlagen gilt: nicht einschalten, sondern Fachleute informieren.

Auch der Garten braucht eine Nachkontrolle. Lose Gegenstände können noch beschädigt oder gefährlich verschoben sein. Bäume können angebrochen wirken, ohne direkt umzufallen. Deshalb bleibt Abstand zu schräg stehenden Stämmen und abgebrochenen Kronenteilen wichtig.

Zur Nachsorge gehört auch die Dokumentation für Versicherungen oder Vermieter. Fotos von Schäden, beschädigten Gegenständen und sichtbaren Gefahrenstellen helfen bei der Meldung. Wer den Schaden geordnet festhält, spart später Zeit bei der Klärung.

Sturmverhalten endet nicht mit dem Abzug des Windes. Erst die Prüfung von Haus, Wohnung und Garten zeigt, ob alle Gefahren beseitigt sind und ob weitere Maßnahmen nötig sind. So bleibt Krisenvorsorge nicht abstrakt, sondern schützt im konkreten Alltag.

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Verfasst von

Sabine schreibt über Einbruchschutz, von der Fenstersicherung bis zur Kamera, und rechnet nach, was eine Maßnahme kostet und wie viel Zeit sie einem Täter tatsächlich abverlangt. Sie hat ihr eigenes Reihenhaus nach einem Einbruch in der Nachbarschaft nachgerüstet und dabei gelernt, dass Mechanik vor Elektronik kommt. Was sie stört: Alarmanlagen, die als Rundumschutz verkauft werden.

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